Geschichte des Hotels
Herr Weigel, ein Lokalhistoriker, teilte uns freundlicherweise diese Informationen zur Geschichte der Mühle und ihrer letzten Bewohner mit. Die auch als „Wurmmühle“ bekannte Mühle existierte mindestens seit 1710. Zu den Besitzern zählten: Christian Müller in den 1710er und 1720er Jahren, Georges Ernst im Jahr 1779, die Witwe Craft kurz vor der Revolution, Michel Ehrstein um 1815–1825 und Geoffroy Demmé im Jahr 1835. Es gab auch einen weiteren Ehrstein (Jacques).
Die letzte Familie, die die Mühle betrieb, war die Familie Bamberger. Die Bambergers besaßen die Mühle von 1905 (möglicherweise auch schon früher, aber ohne Beleg) bis zu ihrer Zerstörung im Jahr 1940.
Das obige Foto des Hôtel d’Alsace wurde kurz nach dessen Fertigstellung im Jahr 1987 aufgenommen.
Die letzte Familie, die die Mühle betrieb, war die Familie Bamberger. Die Bambergers besaßen die Mühle von 1905 (möglicherweise auch schon früher, aber ohne Beleg) bis zu ihrer Zerstörung im Jahr 1940.
Das obige Foto des Hôtel d’Alsace wurde kurz nach dessen Fertigstellung im Jahr 1987 aufgenommen.
Die folgenden Fotos zeigen die Mühle zur Zeit der Familie Bamberger. Eines der beiden kleinen Mädchen vor der Mühle ist Elise Bamberger (geboren 1901 in Wissembourg), die 1924 Emile Pradelle heiratete.
Emile und Elise Pradelle (Emile trägt seine Offiziersuniform der Luftwaffe) sind auf dem Foto zu sehen, das 1938/39 anlässlich der Hochzeit von Elises Bruder vor der Mühle aufgenommen wurde.
Die Fotos wurden von Herrn Weigel bei der Versteigerung des Hauses der Familie Pradelle (das Backsteinhaus rechts neben dem Hotel) gefunden.
Emile und Elise Pradelle (Emile trägt seine Offiziersuniform der Luftwaffe) sind auf dem Foto zu sehen, das 1938/39 anlässlich der Hochzeit von Elises Bruder vor der Mühle aufgenommen wurde.
Die Fotos wurden von Herrn Weigel bei der Versteigerung des Hauses der Familie Pradelle (das Backsteinhaus rechts neben dem Hotel) gefunden.
Die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Mühle wurde anschließend abgerissen.
Ab September 1940 erlitt die Mühle erhebliche Schäden. Ein Artikel in den „Strassburger Neuesten Nachrichten“ berichtet :
„In Wissembourg verursachte die Sprengung der Brücken durch französische Truppen an der Haguenau-Straße und am Stadtrand auf der Germania-Seite erhebliche Schäden. Die Bamberger Mühle wurde weitgehend zerstört. Schleusentore und Turbinen sind größtenteils zerstört und liegen nur noch in Trümmern. Der Inhaber des Unternehmens erlebte die Zerstörung seines Lebenswerks nicht mehr, da er acht Tage nach der Evakuierung der Stadt starb.“
Ab September 1940 erlitt die Mühle erhebliche Schäden. Ein Artikel in den „Strassburger Neuesten Nachrichten“ berichtet :
„In Wissembourg verursachte die Sprengung der Brücken durch französische Truppen an der Haguenau-Straße und am Stadtrand auf der Germania-Seite erhebliche Schäden. Die Bamberger Mühle wurde weitgehend zerstört. Schleusentore und Turbinen sind größtenteils zerstört und liegen nur noch in Trümmern. Der Inhaber des Unternehmens erlebte die Zerstörung seines Lebenswerks nicht mehr, da er acht Tage nach der Evakuierung der Stadt starb.“
Elise und Emile Pradelle heirateten 1924 und bewirtschafteten einen Bauernhof in Rhue im Département Allier. Dieser Hof diente ihm und einigen anderen Soldaten als Tarnung, um dem Arbeitsdienst zu entgehen, indem sie sich als Landarbeiter ausgaben. Emile Pradelle schloss sich unter dem Decknamen „Corsaire“ dem Widerstand im Netzwerk „Alliance“ an und wurde Leiter des Vichy-Sektors sowie Abgeordneter für die Region Mitte.
Das Ehepaar Pradelle wurde 1943 in Vichy verhaftet, nachdem ein eingeschleuster Doppelagent verraten worden war. Emile Pradelle wurde in Clermont-Ferrand und Fresnes interniert, bevor er nach Freiburg im Breisgau verlegt wurde. Die Gestapo in Straßburg beschuldigte ihn der Spionage für eine ausländische Macht.
Das Ehepaar Pradelle wurde 1943 in Vichy verhaftet, nachdem ein eingeschleuster Doppelagent verraten worden war. Emile Pradelle wurde in Clermont-Ferrand und Fresnes interniert, bevor er nach Freiburg im Breisgau verlegt wurde. Die Gestapo in Straßburg beschuldigte ihn der Spionage für eine ausländische Macht.
Am 28. November 1944 wurden Pradelle und zwei weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe Allianz von der Gestapo aus ihren Zellen geholt und vor dem Gefängnistor erschossen – als Vergeltung für den RAF-Bombenangriff auf Freiburg am Vortag.
Emile Pradelle, bereits Träger der Ehrenlegion, wurde am 7. Juli 1945 posthum mit der Widerstandsmedaille ausgezeichnet.
Elise Pradelle war ebenfalls in Clermont-Ferrand interniert, bevor sie in die Konzentrationslager Ravensbrück und Holleischen deportiert wurde. Sie wurde im April 1945 in extrem schlechtem Gesundheitszustand befreit, von dem sie sich nie vollständig erholte.
Am 11. April 1956 wurde sie zum Offizier der Ehrenlegion ernannt. Elise Pradelle starb am 9. Januar 1969 in Wissembourg.
Das Foto links zeigt die Mühle vom gegenüberliegenden Ufer der Lauter. Heute ist nur noch ein Teil der schrägen Mauern erhalten, die einst das Wasserrad umschlossen.






